Es ist unerhört was der Gemeindepräsident von Recherswil von sich gibt unter dem Deckmantel "Anstand".
So schreibt er in seinem Blog doch tatsächlich über einen andersdenkenden SVP Ständeratskandidaten:
"Ist es seine Profilneurose die SVP-Kantonalpräsident Heinz Müller dazu veranlasst, als Kandidat aufzutreten?"
und "der vorallem eines kann: Rumpoltern und sämtliche Andersdenkenden schlecht machen."
Das einzige was stimmt: Heinz Müller hat Profil.
In einem anderen Blog, dem Wahlkampfblog geht Hardy Jäggi sogar noch weiter und schreibt:
"Dass die SVP aber nicht mit Nationalrat Walter Wobmann, sondern mit Kantonsrat Heinz Müller antritt, ist nicht nur verwunderlich, es ist lächerlich und eigentlich eine Verarschung (redigiert in: Veräppelung) der Wähler." sowie den weit unter der Gürtellinie liegenden Satz: "Denn mit Politikern wie Müller lassen sich keine Probleme lösen. Oder wurde schon jemals mit Pitbull-Terrier-Rethorik eine mehrheitsfähige Lösung gefunden? Nein, Leute, die auf allen rumhacken, die nicht derselben Ansicht sind und jeden politischen Anstand vermissen lassen, haben in der nationalen Politik nichts zu suchen. Schlimm genug, dass sie im Kantonsrat sitzen."
Fakt ist, dass Heinz Müller im März 2009 mit dem weitaus besten Resultat über alle Parteien in der Amtei Solothurn-Lebern in den Kantonsrat wieder gewählt wurde.
Das Demokratieverständnis wie auch der Respekt, Anstand und Toleranz lässt mehr als zu wünschen übrig und es ist ein Spott und Hohn wenn derartige Blogeinträge auf einer Homepage des höchsten Exekutivmitgliedes der Gemeinde Recherswil zu lesen sind.
Eigentlich habe ich gedacht, dass das SVP-Bashing aufgehört hat und man sich Sachthemen zuwendet, jedoch wurde meine Hoffnung nur kurze Zeit gestillt. Ist dies die "Betupftheit", dass in den letzten Abstimmungen in Sachthemen die SVP als alleinige Partei Siegerin war?
Schon ziemlich verlogen wie die SP und die CVP einerseits immer von Konkordanz reden, sich andererseits aber immer weniger daran halten. Bei den eidgenössischen Wahlen wurde die SVP zur stärksten Partei im Kanton. Die SP liegt da weit zurück. Ebenso die CVP. Die Ständeratssitze wurden hier nämlich immer Konkordat nach dem Wähleranteil bei den Nationalratswahlen berücksichtigt. Aber plötzlich soll für die SP und die CVP die Konkordanz wieder nicht mehr gelten. Je nach Lust und Laune und wie es einem gerade politisch ins Konzept passt.
Jeder SVP-ler wäre politisch tod wenn diesem nur schon ein moralisches Fehlverhalten zur Last gelegt wird in einer Stiftung. Aber bei Roberto Zanetti spielt das keine Rolle. Selbst dann nicht wenn dieser dafür vom Volk abgewählt wurde. Solche geschasten Leute stellen sich in der Regel nie mehr einer Wahl. Toll das Zanetti Arbeitsplätze gerettet hat in seinem Dorf, während der gleiche Mann mit seinen sozialistischen Ideen wieder andere Arbeitsplätze gefährdet. Ein Wolf im Schafspelz eben. Als eigener Unternehmer schaffen die SP-ler schon gar nie einen Arbeitsplatz.